9
Feb
2007

die 9 gebote

man soll nicht 3 bier trinken
man soll nicht 7 zigaretten rauchen
man soll keinen tee rauchen
man soll nicht 2 achterl trinken

am nächsten tag soll man nicht zu früh aufstehen
man soll nicht laufen gehen
man soll nicht plasmaspenden gehen
man soll vor dem plasmaspenden nicht zu fett essen
man soll vor dem plasmaspenden genug trinken

sonst hat man im null komma nix eine ärztin an der seite die verzweifelt eine vene sucht und immer wieder fragt ob man genug getrunken hätte. hab ich ja aber, dass ich zu mittag schon ein paar liter geschwitzt habe und eigentlich noch dehydriert vom alkohol des vortages war, wollte ich so nicht kundtun. also durchbeißen und pumpen, pumpen...

noch schlimmer wurde die anwesenheit der ärztin bei der blutzurück- transfusion, die einfach nicht funktionierte. sie stocherte mit dieser nadel in der doch noch gefundenen vene herum und es war als würde mein körper sein blut nicht mehr zurück wollen. nachdem sich ihr "z-z-z" über ein "na" zum "das schaut gar nicht gut aus" gesteigert hatte und ich mir schwor, wenn ich das überlebe würde ich nie wieder nach so einer nacht plasmaspenden gehen, kam eine kollegin zu hilfe die dann "gott im himmel sei dank" einen schlauch entdeckte der geknickt war.

und nach einem "also ich bin gar nicht schuld" und dem verneinenden lächeln der ärztin waren die 9 gebote auch schon wieder vergessen und ich blätterte seelenruhig in dem buch "hohe schule der ehe" aus dem jahr 1960 in dem zu lesen ist: dass die geschlechtsorgane beim manne außen zu sehen sind, gilt im allgemeinen als unschön... wenn nun die frau so gänzlich unvorbereitet solchen splitternachkten mann vor sich sieht, kriegt sie natürlich einen schreck... und wer sich nicht genug wäscht kriegt hoden- oder scheidenkrebs.

naja, du sollst regelmäßig duschen gehen.

7
Feb
2007

dem mond entgegen



das wochenende war ein emotionales chaos, eine achterbahnfahrt an gefühlen und eine herausforderung für herz und verstand.
bin auch in der realität in dämmerung und nacht, bei nebel und schneesturm den muckenkogel und die hinteralm hinaufgegangen und hab am nächsten tag per spaziergang den kaiserkogel besucht, auf dem weg neben mir r.

einst schrieb ich:

schreibe mit dem blut meines herzens in gelber schrift
liebe dich nicht
vergiss mich nie
mit dem stätigen wunsch im stillstand verharrend wegzulaufen

nach wie vor akutell, denn diesmal steht:

das alles wird unweigerlich zu einer katastrophe führen.

warum geh ich falsche wege
warum streb ich falsche ziele an
warum leb ich in der lüge
warum betrüge ich mich selbst
warum möchte ich nicht denken
warum lenken andere meine emotionen
warum hab ich angst plötzlich alles zu verliern
und schaff es doch unkontrolliert zu riskieren

warum? einfach darum!

ich will einfach nicht mehr hinterfragen
es schwer tragen solln doch die schwachen
ich will in meiner dummheit stärker sein als die vernunft
und in zukunft
einfach nur leben, erleben, vergeben, abheben und am ende gehen...

wider der vernunft
wider dem verstand
weil willenlos

und weil es manchmal gut tut falsche wege zu gehen.

2
Feb
2007

einer begleiterin

dscn3895

für die liebe k. zum geburtstag... die mich einmal gefragt hat, wer sie eigentlich für mich ist.

Manchmal bist du wie ein Buch für mich, dass den Titel „Anleitung zu einem besseren Leben“ trägt.

Du lehrst mir einmal täglich zu lachen und wenn ich das nicht tu, dann bringst du mich dazu.
Du lehrst mir das Leben als Geschenk anzusehen, es in Dankbarkeit anzunehmen und es wie ein zerbrechliches Glas, wie eine robuste Eiche und einen unberechenbaren Wellengang zu erleben.
Du lehrst mir, dass auch ich eine innere Stimme habe auf die ich hören soll und vertrauen kann.
Du lehrst mir ehrlich zu sein und zu meinen Wünschen, meinen Bedürfnissen, meinen Ängsten zu stehen.
Du lehrst mir mich auch einmal den Tränen gehen zu lassen und mich dabei nicht verstecken zu müssen.
Du lehrst mir an mich zu glauben, an meine Talente, meine Stärken, meine Interessen ohne sie zu verurteilen oder anzuzweifeln.
Du lehrst mir Vertrauen in das Schicksal und meinen Lebensweg zu bekommen weil es ja ohnehin am Ende so kommt, wie es kommen sollte...

Ich bin dir dankbar für dein großes Herz, deine unschlagbare Geduld, dein schier nie zu endendes Meer an Vergebung und Verständnis und deine Fähigkeit in allem etwas Positives zu sehen.

26
Jan
2007

ein donnerstag



8:00 zu meiner schwester: ihr frühaufsteher
9:15 zu meiner schwester: braucht nicht zu warten bin noch beim frühstücken
9:45 zu meiner schwester: was ich hätte runter, nicht rauf laufen sollen?
10:00 zu der dame neben mir: die tür muss aufgehn, die haben nicht zu, meine schwester ist schon drinnen

und so begann ein völlig überraschender tag mit schwester a., deren mann und geburtstagskind r. und den neffen sehrschlau p. und supersüß c.
in das haus des meeres. ja, eh klar. völlig verteuert, die tiere in viel zu kleinen aquarien und terrarien, aus ihrem natürlichen kontext gerissen um uns ins unserer feigen wissbegierde vor die nase gelegt zu werden. aber immerhin dazugelernt! camäleon ändert die farbe nicht zum zwecke der anpassung, sondern stimmungsabhängig und blattschneideameisen leben in symbiose mit einem pilz, piranha sind nicht gefährlich, die ganz riesigen schlangen sind nicht giftig... wer weiß, kommt mir vermutlich früher oder später noch zu gute.

es folgte essenseinladung (jipie- familienbesuch ist eine gute sache) und naschmarktwahnsinn (da kommen wir nur einmal im jahr her, also kaufen wir alle sorten lokum, gewürze und trockenfrüchte)

14:00 in der s-bahn: wie lange fährt man bis zur endstation?
14:45 in der s-bahn: ja, jetzt ist er ausgeschlafen

wohnungsbesichtigung und der beweis meines neffen, dass das schuhregal doch nicht hält (was ich kathi bisher nicht glauben wollte)

16:30 sagt kathi: wir sollten uns das mit dem baby in der wohnung nochmal überlegen

17:30 sagt elli: hab mir grad eine haarfarbe gekauft- feuerrot

19:30 am handy: aber das auto rostet am unterboden und der kofferraum geht nicht mehr auf und zu- 300, ok.
19:35 am handy: du papa ich hol morgen die winterreifen und die mama soll das pickerlgutachten suchen.
19:40 am handy: du schwester r. kannst mich morgen zu mittag vom zug holen, ich nehm das auto mit nach wien.

meine haare werden nicht rot, sondern eiergelb, ich werde henna nie verstehen

20:15 in der u-bahn am handy: nein papa, das geht nicht ich hab dem mann das auto für morgen versprochen.
20:20 in der u-bahn am handy: ok, aber ich ruf ihn nicht an.
20:30 auf der straße am handy: ja schön, dass sich die cousine m. jetzt über mein auto freut.

20:45 im käutzchen: g. alles gute zum geburtstag, sorry für die verspätung, man glaubt ja gar nicht, was an einem tag alles passieren kann, an dem man eigentlich überhaupt nichts vorhatte...

und es war auch noch ein sehr netter abend!

21
Jan
2007

freundschaftlicher grazausflug



"wos, des is graz?"
"warum muas i do jetzt an 30-er fohrn?"
"vielleicht haums aungst, dasd erna de kiah niedaviast."

waren die ersten worte die wir der angeblich sooo tollen stadt entgegenschläuderten, nachdem wir über serpentinen ein waldviertelähnliches dorf erreicht hatten, vor dem doch ernsthaft die tafel graz stand. aber landschaft ist veränderlich und eh wir unsere gedanken in die tat umsetzten waren wir auch schon -mittn drin- in der stadt. ja, zweifellos, sie ist schön, sie ist nicht ewig groß, hat überall wald und bäume und einen schönen kern mit einer superguuuten pizzaria, wenn auch mit rauchverbot!

das also soll die heimat und der grund werden, warum m. mich/uns verlässt. aber verständlich. die WG ist süß, eine der kolleginnen geil (begrüßte uns in pyjamahose um 13.00h mit den worten sorry war lange weg und hab heut schon 5x gekotzt) und die lage super. dialekt eine herausforderung an gehör und phantasie (mag aber an deren kater gelegen haben), bus und straßenbahn funktionierend und pünktlich, die menschen in ordnung.

was machen mit dem angebrochenen tag? na versuchen in nebelwänden autozufahren und dann eine wienumrundung um mich nach hütteldorf zu bringen. was bleibt nach solch ausflügen? die dankbarkeit für die abwechslung, die freude über alte erinnerungen an längst vergangene tage in graz, das gefühl ein stückchen auf urlaub gewesen zu sein, der stolz als erste die neue schlafstatt von m. gesehen zu haben und

das glück der freundschaft mit der anregung an alle menschen die freunde haben: freunde sind menschen um die man sich aktiv kümmert (und dabei geb ich mir grad selber eine kopfnuss)!
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