25
Jun
2007

3 mal insel bitte



es war mein erstes mal
ich hatte bedenken, da die meisten wiener an diesem wochenende von der landflucht heimgesucht wurden und 3 millionen fremde menschen auf einer insel machten mir angst aber versuchen wollte ich es trotzdem

1. tag DIF
den ganzen tag nichts zu tun als gewitter schauen und den kopf beim fenster raus und in den regen hängen, weil gewitter so etwas kraftvolles sind und trotzdem zu spät gekommen. erster eindruck von der insel- schön, hier ist man nie alleine, zweiter eindruck- den r. find ich vermutlich niemals. doch gefunden, ein bisschen hipp hopp, ein letzter song von großstadtgeflüster (da auf der anderen seite der insel) und als krönender abschluss dikanda, für mich frauenpowerweltmusik. viel zu spät nach hause, denn nächster tag

2. tag DIF
6:30 aufstehn, 11 stunden arbeiten
die S-bahn hat 35 min. verspätung und fährt dann auch noch am gegenüberliegenden gleis ab- große massenpanik, endlich im zug sitzt mir gegenüber eine 17-jährige die gefahr läuft mir jeden moment in den schoß zu kotzen und so lange vom pissen spricht, bis ich auch muss. am handelkai angekommen in eine stehende masse gedrängt und 30 min. (so lange brauchten wir für die lächerliche brückenüberquerung) imaginationsübungen gemacht- ich stehe vor dem meer, alles ist weit, ich bin alleine, ich habe platz, ich bekomme luft... bis ich drüben war cousin nicht mehr erreichbar. alleine auf der insel. bier kaufen und zur donau setzen, müdigkeit genießen und was passiert, wenn man alleine bei der donau sitzt? es kommt ein schwarzer und setzt sich dazu. nach how are you, what are you doing here so lonely und have you got a boyfriend hatte ich ein perfektes lügenkonstrukt aufgebaut von wegen, natürlich hab ich einen freund, ist auf der insel unterwegs und ich wollte ein bissl weg von den vielen leuten. nach anfangs geplanter- he lass mich einfach in ruhe du ideot- haben wir über sein studium gesprochen und ich dachte mir- besser als alleine. also hab ich den abend mit ben verbracht. nach ein paar bier und fortgeschrittener stunde eile ich in der masse wieder über die brücke und schaffe es 3 min. vor abfahrt der letzten s-bahn am bahnsteig zu sein, nur dass die so voll ist, dass man mir das zusteigen verweigert. leicht in panik- wie komme ich heim, kommt mir der gedanke an U6, zumindest schon näher als dort wo ich war und als ich so in der U stehe und vor dem aussteigen bin, kommt mir plötzlich die eingebung- es fahren ja nachtbusse also noch eine station bis thalia und 5 min. später war der bus da, nur hatten auch viele andere die idee mit dem bus und es braucht 4 grünphasen und den ruhigen worten eines buschauffeurs- wenn ihr die türbereiche nicht freimacht, werde ich nie abfahren können. ich wieder mitten drin, den blick zum fenster und weiteren imaginationsübungen- ich bin frei, ich kann jederzeit raus (was für eine utopie), ich bleibe ganz ruhig... irgendwie, mit dem kopf an die stange hab ich das durchgestanden und bin über mich selbst gewachsen.

3. tag DIF
endlich ausschlafen. am nachmittag aufstehen, bauch füllen, k. begrüßen, festivaltauglich gestalten und los gings wieder. um 4 uhr war ich schon da für side effect, mit cousin und k. hitze genossen und gemütlich den nachmittag mit biertrinken und netter musik verbracht. das war mein FM4 bühnen tag, ich habs zum essen ein stückchen weggeschafft, aber sonst binder und krieglstein für ihre lieder gedankt (ich mag das piratenlied so viel) und mich unsterblich in RUSSKAJA verliebt. als ich die das letzte mal gehört hab, dachte ich mir die sind witzig, da war von der ferne was von wegen tief einatmen und die schlechten sachen rausschreien, diesmal aber- mitten drin- glich das konzert einer massenmittreißenden, seelenheilenden psychotherapie, begrüßten uns mit: willkommen ausländer und sie ließen uns mit den worten: friede für euch und eure familien gehen. Bucovina war nett aber irgendwann kommt der hunger und die müdigkeit wieder und das hatte dann vorrang. zurück für bordello wurde ich von ein paar leuten, die sich unbedingt einen riesen nikon-ball stehlen wollten umgerafft und bin über die sitzenden leute hinter mit, fast bis auf die füße von stermann geflogen. ja, bei bordello stand stermann neben mir, auf der genauso ungequemen steigung der böschung und trank bier und als er sich ein weiteres holte, da hat er mich gestreift. na gut er war verschwitzt und dann war ich nach einem kurzen, k. stellt dir vor stermanns schweiß klebt an mir, auch schon wieder geheilt weil ich´s einfach grauslich fand. und nachdem dieser bordello typ wie mit falschen drogen gefüttert auf der bühne und unter den menschen chaos verbreitete, 3x in den 15 min. in denen ich dort war den mikrophonständer über die bühne stieß und einem freak ders auf die bühne schaffte einen tripp verpasste, dankte ich und machte mich mit dem rest der bande auf den weg nach hause.

gelernt: manche sträucher neben der donau haben stacheln und eignen sich nicht zum pinkeln, ben ist auch nur an sex interessiert (wollte mich unbedingt wiedersehen, weil er mich so vermisst), staublunge und schleimhusten führen zu erstickungsanfällen, barfuß ist so lange besser, solange der typ vor dir sich noch unter kontrolle hat

verlernt: angst vor der masse und panikattaken darin, pünktlich sein, aufs handy verlassen und sich nicht alleine fortgehn traun

donauinselfest, ich komme wieder...

18
Jun
2007

sommerschnupfen



es ist schwierig sich für etwas zu begeistern
wenn es nachts 26 grad im zimmer hat
und tagsüber 27
und wenn du auf die straße gehst über 30

die seele schreit nach wasser, wasser
der körper schreit nach bewegung, bewegung
der schnupfen schreit halt, der husten kann nicht mehr reden...

also klavierspielen
also um 5:30 aufstehn und kirschkuchen backen
also mit der kathi fernsehen

fad.

13
Jun
2007

1/4- Marathon



was tun wenn man den urlaub mit der arbeit rauchend und bier trinkend verbracht hat und 0 zeit zum trainieren hatte?
trotzdem starten!
mit nur einem ziel: nicht gehen, irgendwie durchlaufen
die erschwerten bedingungen: über 30 grad und asphaltstraßen zwischen weizenfeldern und nur 90 leute am start- die wahrscheinlichkeit als letzte/r zu laufen war peinlich nahe
und?
geschafft! ich bin als 80-e von 90 durchs ziel. überglücklich, auf den letzten metern von schwestern und nichten angefeuert hab ich 12 km hinter mich gebracht (so viel bin ich vorher noch nie gelaufen) und weiß jetzt, dass meine körperliche schwachstelle meine linke hüfte ist (ich fühle mich seit tagen wie eine rheumakranke 80jährige) aber
völlig egal!
denn nur 3 stunden später war ich baumkraxeln mit dem 1/2marathonsprinter r. und weiß, dass ich zumindest beim kirschenpflücken schneller bin als alle anderen...

2
Jun
2007

und weg

koffer gepackt
zimmer vermacht
sachen gewaschen
bus nicht verpassen

bin wieder auf urlaub!

aber diesmal werd ich sogar bezahlt dafür.

28
Mai
2007

urlaub ist zum lebenumkrempeln da?

Kathi-und-Elli

Das sind se wieda. Frau und Frau Urlaub, Reise, Abenteuer.

Ich für meinen teil hab genau das gemacht, was man aus prinzip nicht macht. in der nacht vor dem flug 3 stunden schlafen, beim frühschoppen fast zusammenbrechen und dann den restlichen tag bis cambridge reisen. als ich dort war fühlte ich mich elendig, meinen nächsten und ersten urlaubstag hab ich verschlafen- ich war krank. am abend aber war ich schon wieder dabei und hab in einem pub hamburger gegessen (obwohl mir den ganzen tag schlecht war)

Tag zwei also gings los, mit dem zug nach london (= groß, laut und tschuldigung aber echt net sehr interessant wenn ma alles was mit royal zu tun hat ausm weg geht) zum flohmarkt, indisch essen, hyde park, tower bridge und laaaangsamen u-bahnfahrn. die kathi aber hat mir den tag versüßt als sie ihre sitznachbarin im bus fragte: in which direction do we drive, die drauf: direction?, kathi: yes!, nachbarin: left hand side, kathi (ur glücklich): thank you und vertieft sich wieder in ihren plan um die station "left hand" zu suchen. 5 minuten später schaut sie zu mir rüber: sag hat mir die jetzt gsagt, dass ma auf da linkn seitn fahrn? ich hab am abend noch immer tränen gelacht. am abend müde in cambridge anlangt wieder ins bettgekracht.

Tag drei nämlich war nochmals cambridge angesagt (eine stadt die als ganzes harry potter kulissentauglich wäre und ich pack immer noch nicht, dass in diesen wahnsinns gebäuden, die einem beim betreten den atem stocken lassen, menschen wohnen (wissen die eigentich wie gern ich tauschen würde?) und zu mittag haben wir uns dann nach einem insidertipp nach hunstington ans meer begeben.

CIMG0315

das war vielleicht schön. schon bei der anreise durch die dörfer englands mit grünen wiesen und schafen drauf, mit keltisch wirkenden friedhöfen und kirchen und mit dauerhaften duft nach meer war uns wieder klar warum der wunsch ans meer zu fahren so beständig blieb. ich sag immer noch oooooh. die steilküste, die nordsee... nach den fish und chips sagten wir auch wieder oooh aber eher im bauchkrämpflichen sinne (ich glaub man muss in england geboren sein um so viel fett essen zu können).

Ja und mit dem nächsten morgen wurde es auch schon wieder zeit weiter zu fliegen und nach wutanfällen in graz über die unzureichenden übernachtungsmöglichkeiten und dem versuch menschen um eine couch anzubetteln ehe in ein hotel zu gehen, fanden wir uns in einem hotel wieder und an diesem abend kam mir dann, gar keine hebamme mehr werden zu wollen (wer will mit 45 immer noch sagen- sorry am wochenende muss ich arbeiten, an diesem auch, nein tut mir leid meine kleine, die mama ist bei deiner geburtstagsfeier auch nicht da...). ich war am nächsten morgen trotzdem beim aufnahmegespräch, dass aber zufälligerweise nach 15 minuten und der frage: waren sie überhaupt schon einmal bei einer geburt... auch schon wieder beendet war.

So und nachdem ich beschlossen hatte mir demnächst einen job mit regelmäßigen dienstzeiten zuzulegen komm ich aus einem nachtdienst der wieder mal richtig cool war und denk mir, he vielleicht ist es jetzt grade blöd weil ich eben aus prinzip dann frei habe, wenn sonst keiner frei hat, später würde das aber wieder sinn ergeben... ja und so drehn sich die gedanken, wünsche und vorstellungen zu einem langen strick an dem ich irgendwann meine derzeitige unfähigkeit entscheidungen zu treffen erhängen werde...
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