20
Sep
2006

survivaltrip mit spruchelementen

letzte woche
war die woche kurz
weil ich gleich für 3 tage beschlossen habe haus und heim auf dem rücken die tausender raufzutragen,
die schuhe nur noch zum schlafengehen auszuziehen,
ohne dusche und deo körperliche höchstleistungen zu fordern,
unter 10 grad auf kuhwiese und wald mein wohnzimmer zu finden,
lagerfeuer als kaminfeuer zu verstehen
und zivilisationslosest zwischen himmel und erde zu wandern.



Dabei habe ich, wohl auch weil es eine spirituelle wanderung die das "neue im leben" festigen sollte war, einen spruchkalender in meinem kopf entdeckt. zum beispiel musste ich bei jedem mühsam erkämpften gipfel an das leben denken...

WEIL DIE GROßEN KÄMPFE
AUCH GROßE SIEGE SCHENKEN,
LOHNT ES SICH DURCHZUHALTEN.

Überhaupt und sowieso gilt für einen Gebirgszug der sich steinern in den himmel präsentiert:

DIE GRÖßE EINES PROBLEMS LIEGT IN DER PERSPEKTIVE...

bist du mitten drin im klettern, ist der Berg viel kleiner als du denkst. Vermutlich lag´s am gruppenkuscheln in der nacht, an der wunderbaren kulisse oder an der tatsache, dass ich mit wirlich netten männern unterwegs war, aber auf einmal hab ich gespürt:

VIELLEICHT IST ES AN DER ZEIT,
DER LIEBE WIEDER ZU VERTRAUEN UND DARAUF,
DASS SIE IHREN WEG GEHT.



Das aller spirituellste an der Tour war, verursacht vom echt wahnsinnigen bezug zur natur und von der abhängigkeit von dieser, dass ich mit allem zu reden begonnen habe, ich hab den berg gefragt, ob es in ordnung ist wenn ich auf ihn raufkraksle, ich hab das holz gefragt ob es uns feuer sein will und den waldboden ob ich da jetzt hinscheissen darf... echt strange aber

DIE FREUNSCHAFT ZU DINGEN MAG SELTSAM ERSCHEINEN, SIE STEIGERT ABER DAS WOHLBEFINDEN.

Und am ende des weges war ich reicher
an schmerzen (wanderstöcke eignen sich auch als krücken)
an farbe (sonnenbrandgefahr bei 2000 m)
und an körpertemperatur (erhöhte durch überanstrengung) und habe erkannt:

MANCHMAL ERSCHEINT ES MIR, ALS HÄTTE MEIN GEIST SEINE FLÜGEL VERLOREN UND KAUM EIN GIPFEL, KAUM EIN GRASHALM UND KEIN SONNENSTRAHL KANN IHN RETTEN.

IN MEINEM KOPF und IN MEINEM HERZEN HABE ICH EINE FREIE STELLE, DIE GILT ES NACHZUBESETZEN...



Wie ein Wanderkollege so schön sagte, ... in einem zirkus, wäre ich der traurige clown...

aber land in sicht, ich geh nämlich jetzt gleich ARBEITEN!

30
Aug
2006

heimatabschiedstage

nachdem ich eine woche lang die olga aus russland quer durch st.p. begleitet habe, musste ich mir wieder einmal eingestehen, dass es nach einem wien-tag, der ja wenigstens was zu bieten hat, einem st.p. vormittag mit klangturm und shoppen und einmal wachau und retour auch schon wieder aus ist mit sightseeing in unseren breitengraden...

deshalb hab ich sie dann auf den göller mitgeschleppt, um heinz fischer zu treffen,
ihr einen spazierganz zu der wahnsinns aussichtswarte in rassing (EW: 50) schmackhaft gemacht und sie ein zweites mal nach wien geschickt.



weils wetter gut war, hab ich den tag nach ihrer abreise wieder mit r. verbracht und mir wieder einen auffrischungskurs in mountainbike geliefert. was ich gelernt habe?

schilder mit einem durchgestrichenen fahrrad gelten nur bedingt, wenn man unbedingt über kuhwiesen fahren möchte, diese eisenzäune stehen unter strom, bergauf ist auch nach viel wandern noch anstrengend und jeder gipfel garantiert endorphine und sporteln macht doppelt spass, wenn man zwischendurch oder auch schon zuvor ein bisschen mützt. und regen ist nass. tragisches resultat des tages: ich hatte am nächsten morgen keinen muskelkater in den beinen, sondern in der rechten hand vom federballspielen.



nach so viel sport, natur und freundschaft in den letzten tagen und wochen habe ich beschlossen meine heimat, der ich nur einmal für den spanienaufenthalt den rücken gekehrt habe, zu verlassen. klingt vielleicht traurig, ist aber ein entschluss, der mich glücklich macht. ich ziehe in die stadt, in die ich nie wollte, kann endlich mein auto verkaufen und zu den grünen gehen, obwohl ich autofahren liebe, suche eine arbeit als sozialpädagogin, obwohl ich sozialarbeiterin bin. aber so spielt´s das leben. in spanien habe ich einmal gesagt: ich geh schräg, quer durch meinen weg... endlich ist es wieder so weit.

WIEN, pass auf, die kathi und ich kommen...

20
Aug
2006

ötscherwahnsinn

es war ein donnerstag. sie versprachen gutes wetter. und schon hatte mich der ex-spanier wieder für ein abenteuer begeistern können. 2-tagestour am ötscher und los gehts...

DSCN6258

16kg rucksack auf die schultern gehängt und in windeseile durch die ötschergräben gelaufen. das traurige resultat, blasen in kinderhandgröße aber auf illegalen wegen durch den wald und das wasser zu einem erlaufbecken mit eiswürfelgarantie gekommen. herrlich erfrischende mittagspause.



anschließen hat mich r. 3 stunden lang bergauf, gestützt von rätselaufgaben und liedern, motiviert und wir sind am abend bei den höhlen angekommen. es folgte die feuerholzsuche seitens r. und ich hab... die aussicht von unserem schlafplatz, dem felsvorsprung genossen.



es kam die nacht und da hab ich doch glatt vor lauter geistiger freiheit meinen schlafsack über den felsen hinunter in die dunkelheit getreten. trotz heldenhafter suchaktion von r. war er für´s erste weg. gott sei dank gibt es noch gentlemen und während im schlafsack schlief, fror sich der gute neben mir bei wind und wetter ab.

ich hab aber auch nicht so gut geschlafen, denn die information, dass es im ötschergebiet bären gibt und die essen kilometerweit riechen können, die tatsache, dass wir voll gegrillt haben und plötzlich etwas brummte neben mir, veranlassten nur den gedanken: ok, jetzt sind sie da. mit unvorstellbarer zufriedenheit hab ich festgestellt, dass der halberfrorene r. neben mir eingeschlafen war und schnarchte.

um 6.oo endete die abenteuernacht, der schlafsack wurde 50 höhenmeter weiter unten gefunden und auf gings auf den rauen kamm. r. hatte recht als er sagte, ich solle das schild: "nur für geübte berggeher" ignorieren, ich hatte nur fallweise todesangst als hinter mir der abgrund war, vor mir eine steinwand, die nächste markierung 3 meter ober mir und trotz schwerem gepäck und schmerzenden füßen die devise- klettern oder bergrettung war.

DSCN6408

unvorstellbar die freude und glücksgefühle als wir ihn dann hatten, den ötschergipfel.

DSCN6423

der rest des tages waren 6 stunden reine bergabgehzeit, ebenfalls sehr anstrengend aber zumindest hatte ich aufgehört um mein leben zu beten. den letzten zug hama erreicht und müde aber stolz sama mit der schönen mariazellerbahn wieder heimgegondelt.

fazit: ein einziges abenteuer, blasenpflaster sind eine gute erfindung, schmerzen sind reine wahrnehmungssache- man kann sie ignorieren, r. ist ein brillanter bergführer und muskelkater verträgt sich nicht mit fremden stöckelschuhen aber das, ist eine andere geschichte.

15
Aug
2006

feriencamp



der wahnsinn hat ein gutes ende genommen.

53 kinder und mein einziges ziel- die kinder am abend zum schlafen gehen zu bringen, war bei 80% schlechtwetter am neusiedlersee eine herausforderung an das gesamte team: wandern, ausflug, spazierngehen, wandern, volleyball (die kinder schreiben wolleball), wandern, völkerball, wandern, fußball, wandern, wandern,...

aber das stolze ergebnis:

nur 1x krankenhaus (nix gebrochen)
nur 2x arzt (ok, der infeszierte insektenstich der eiternd einen offenen rücken verursachte, war nicht von schlechten eltern, sonst aber nur sommergrippe)
höchstes Fieber 39,9 (ich hab mich als wadenwicklerin bewiesen)
2x täglich ein elterlicher, beschwerender anruf mit wildesten beschimpfungen (es war aber immer die selbe also hat mir das nicht sonderlich sorgen bereitet)
2x täglich ein rettendes, burgenländisches rotweinachterl vom wirt meines vertrauens- dem peter
1x täglich ein bier zum schlafen gehen
und eine zweiwöchige heiserkeit (nach meinem ersten generalanschiss haben die betreuerinnen gemeint sie wären froh, nicht als kind hier auf camp zu sein)

die dümmsten aussagen von jois:

Elli: "... und wehe ich erwische einen von euch in einem zimmermädchen..." (gemeint war mädchenzimmer)

Rätselrallye. Die Hauptstadt von Italien? Kinder: Lignano
Was ist das besondere am Neusiedlersee? Kinder: weil er ein See ist, nein weil er so tief ist.

Ein kleines Mädl am Weg zum Hallenbad: "gibt es heute wieder plantschpaket?" (es gab lunchpaket)

Spiel. Der Kaiser schickt Soldaten aus, der schlaue Stefan schreit: "Ich bin ein Soldat von der UNI!" (möglicherweise meinte er die UNO)

Klein Patrick trifft bei einer Wanderung auf einen Dakel, zu seiner Betreuerin: "Schau Julie, das wird auch noch mal ein Hund."

(Auszug aus: Die dümmsten Aussagen von Jois, Kinder- und Betreuerinnen outen ihre unzensierten Gedankengänge. Gesammelt in den Tagen 30.7.- 13.8. 2006)

28
Jul
2006

bin dahin...

... und versuche mich 15 tage lang als chefin von 7 betreuerinnen und in verantwortung tragen über 60 kinder. na wenn das mal irgendwie gut geht... dann werd ich chefin. ganz egal wo.
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