3
Dez
2006

und los gehts



da sind sie nun also wieder
die dieses jahr auf 3 geschrupften wochen über die sich die meisten menschen schon aufregen, bevor noch irgendwas passiert, ähnlich der glitzerden weihnachtsdeko die halt ein bissl länger hängt als es zum wetter passt.

ich hab mich schon gestern abend voll gefreut
als ich mit meinen klienten vor dem schlafengehen die erste kerste anzünden konnte und man mich auf verbale und nonverbale weise fragte- bald ist weihnachten? und ich- ja meine lieben, nur mehr drei wochen und dann war ich kurz wieder ganz schön froh eine arbeitsstelle zu haben, die sogar die adventzeit würdigt

und heute morgen hat es in der u-bahn nach weihrauch gerochen und ich konnte beim frühstück meine eigene erste kerze entzünden und das hat mich alles so ergriffen, dass ich dem gebimmel nach in die nächste kirche gelaufen bin und 50min. messe über mich ergehen lassen konnte, ohne auch nur einmal mit würgreiz zu kämpfen, vielleicht lag es auch an dem gut aussehenden typen vor mir und der tatsache, dass ich in meinem kurzschlaf während der predigt spontan mit ihm von der kirche weg in ein abenteuer gestürzt bin, indem wir versuchten die welt zu retten

man wird es nicht glauben aber es wird noch schräger, anschließend war ich auf dem adventmarkt im pfarrheim, hab mir strohsterne, gebrauchte christbaumkugeln, ein kinderbuch über schutzengel (ja, ich und ohne drogeneinfluss) und selbstgebackenen gugelhupf gekauft und damit die jungschar von altottakring unterstützt.

ich hab gespürt, dass ich dieses jahr irgendwann vor der entscheidung stand weihnachten scheiße zu finden und die adventzeit wie jedes jahr von einer weihnachtsfeier zur anderen wankend in alkohol ersaufe oder weihnachten einfach als ein schönes fest zu empfinden

ich werd wieder saufen
aber am 24. werd ich dieses jahr keinen familienstreit provozieren
weil ich nämlich mit meinen klientInnen feiern werde
und die stehn noch auf weihnachten
wie kleine kinder
und eins davon will auch ich sein
diese jahr zumindest
wo mich niemand sieht

27
Nov
2006

hoffnungsvolle schritttechnik mit heilenden ausblicken

einen schritt nach dem anderen, wie der werte h. jetzt sein leben beschreitet

mach ich zur zeit die einen fünf minuten nach den anderen und freu mich wenn der minidiscplayer wieder eine nummer nach oben springt. nie wieder transkripiere ich jemanden freiwillig interviews für 25€ das stück wenn ich bei der transkription 24 stunden sitze. hat sich jemand meinen stundenlohn ausgerechnet? das ist selbst für verdienende menschen substandiär! (ich hoffe das liest auch mein auftraggeber und ich kann mit der öffentlichkeit genügend druck für eine gehaltserhöhung ausüben)

ich frage mich außerdem in einem schritt nach dem anderen ob man für beleidigende briefe an die GIS rechtlich verfolgt werden kann und ob mir jemand glaubt, dass ich weder fernseher noch radio besitze (kann man radiowellen eigentlich auch im vorbeifahren messen?)

und mit einem schritt nach dem anderen habe ich am bahnhof gewartet als ich wieder mal zu r. fahren wollte- urlaub machen- während der eilzug nie kam und der regionalzug 15 min. zu spät, aber ich kam noch rechtzeitig um in einem völlig fremden kulturkreis türkranzl binden zu lernen.

und dann begann wieder mal ein völlig verrückt- entzückter tag

"mein telefon klingelt, was für ein tag..." (MIA)
es war 4:30
es waren 1000 höhenmeter
es war um 8 grad wärmer als im tal
es war schneebedeckt und
es war genau um 10 minuten zu früh, dass die sonne sich über die gipfel der umliegenden berge schummelte



trotzdem war es genau das bild, dass meinen hungrigen magen satt, meine zittrigen gliedmaßen ruhig und mein trauriges herz fröhlich machte- rot oranges farbenspiel über weißem wattemeer und atemlose stille, die sich wie eine mischung aus flüssigem metall, weißem zuckerguss und kaltem wasser um meine seele legte



genug der schönen worte, die man sowieso nur versteht wenn man zufällig mal so was ähnliches erlebt hat. vor lauter müdigkeit haben wir am gipfel neben dem schnee 45 min. geschlafen, ich wurde ständig von einem hund ins wadl gerammt, den weg hinunter haben wir laufend versucht und ich kam aus dem lachen nimma raus, als es r. ununterbrochen in dem schnee aufzahte (die richtige deklanation fehlt mir zugegebenerweise und ok, ich bin auch ständig geflogen) und bei der ersten schneeballschlacht des jahres fühlte ich mich wie 5!

um 11 uhr auf die uhr sehen, sich fragen warum man grade und seit stunden so glücklich ist und keine antwort darauf finden, ist der grund, warum ich früh aufstehen manchmal richtig mag



früh aufstehen und menschen die mir den himmel zeigen...

und meine familie wenn sie sich nach 6-stündiger fressparade zu ehren meiner 2-jährigen nichte im badezimmer bei der fettwaage versammelt und jeder wieder mal glücklich ist nicht der/die schwerste zu sein, weil wie immer ich es war

Elli

anscheinend geb ich mit mir selber bei diesen familienfeiern schon so einen mitleidigen anblick ab, dass meine schwester gemeint hat, ich solle doch beim nächsten mal jemanden mitbringen, is ja egal wenn das nicht mein freund ist, er solle halt noch keine 40 sein, dann müsse sie sich was anderes überlegen...

20
Nov
2006

Multimedia message

19
Nov
2006

Manu dibango

nach einer wg-party bei der ich niemanden kannte (außer denen mit denen ich dort war) und small-talks aus dem weg ging aus angst vor der frage wer mich eingeladen hätte aber mir hauptsächlich und unverschämt essen, alk und sonstiges schmecken ließ (und ein zeitungsbild von der toilette stahl- ich hatte doch glatt das gefühl das bild würde mit mir sprechen und es von mir verlangen)

schlief ich zu wenig, holte mir eine namenstagssachertorte vom hause mama und geschenke und machte mich dann mit der ehrenwerten frau mag. (fh) l. die ich hier auch einmal erwähnen möchte, auf den weg in das haus, das mitsamt seinem personenhaften inventar vieles in meinem leben veränderte

endlich wieder mal zu hause im haus der schönen toiletten, des stundenlangen ausharrens und der herzliebe...

nachdem ich den letzten zug nach wien erwischt hatte, machte sich der leise gedanke in meinem müden gesicht breit, dass ich keine ahnung von nachtbussen habe und so brauchte ich ganze 2 stunden bis ich in mein bett fiel um wieder 4 komaähnliche stunden schlaf zu verbringen, mich dann die übelkeit vor überanstrengung ignorierend auf den weg in die arbeit machte (schon wieder ein überraschend verschobener dienst) und mir im autobus vom 18-jährigen zivildiener anhören musste ich würde nicht besser aussehen als er (der ebenfalls mit roten, verschwollenen augen rumlief weil sich das schlafen gar nicht ausging)

jetzt sitz ich da, völlig übermüdet, keine lust schlafen zugehen und in tiefem gefühlschaos weil der abend erinnerungen wach rief von einem leben, dass vor 6 monaten noch der ganz normale wahnsinn namens alltag war...

14
Nov
2006

hl. martin in wien



nachdem ich mit r. nachts und in begleitung von regentropfen aber ohne lampe durch den wald einen halben berg hinaufgewandert bin (ja die abenteuer nehmen kein ende) und meine größte angst nicht die dunkelheit war, sondern die tatsache paranoid werden zu können und aus angst den kollegen ins wadl beißen zu müssen und er mir die frage stellte ob er für mich auch so schwarz aussehe, wir alle ängste überwunden hatten und die nacht obwohl stockdunkel hell geworden war

hab ich nicht viel geschlafen um meine nichte am SO morgen als hl. martin bewundern zu können. was für ein wunsch. 120 mütter, väter, großeltern, tanten und onkeln um die wette fotografierend, auf den bänken balancierend, beim gruppenfoto um die erste reihe drängend. aber immerhin, auch ich hab ein foto und war ur stolz, dass gerade meine nichte der martin war!

und vor lauter familienglück hat meine ziemlich coole schwester ihre 3 kinder gepackt, ist mit mir in den zug gestiegen um die tante in wien zu besuchen. die nacht haben wir mit pizzaessen, geschichten vorlesen, um den schlafplatz kämpfen und bier trinken (dann ohne kinder) in der kleinen wohnung verbracht und am nächsten morgen hat mich meine 2-jährige kleine geweckt weil sie versuchte ihren schnuller in mein nasenloch zu pressen (funktioniert nicht)

100_3006

dann haben wir einen kinder-wien tag verbracht. mit die ganze zeit u-bahn, s-bahn, straßenbahn fahren... was die zwei großen total fasziniert hat (unter der erde fahren), war der kleinen zu blöd. sie ist eingeschlafen weils außerhalb der u immer dunkel war und sie vermutlich dachte es wäre schon nacht. und am ende des tages war ich vermutlich die erste die im bett lag und werde immer noch ausgelacht, weil ich 11 stunden geschlafen habe (viel länger als die kids)

aber süß wars und der abschied so schwer wie schon lange keiner mehr.
und wer mal was lustiges machen will, der stelle sich 5 min. am westbahnhof neben einen eilzug und winkt als handle es sich um einen abschied für jahre. die anderen zuggäste werden begeistert sein.

und auch die frau die die vielen abschiedsbussi und schweinchennasen meiner nichten wegputzen muss...
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